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Willkommen beim Heaven 2018

Das nächste Heaven Festival findet vom 10. bis 13. Mai 2018 auf der Dominsel in Ratzeburg statt. Dieses Mal werden alle Kirchenkreis-Jugendwerke bei der Durchführung mitwirken.

Blick vom Wasser aus auf die Ratzeburger Dominsel.
© telecom photography _ Fotolia

Die Dominsel ist ein traumhaft schöner Ort. Der historische Dom mit seinen Kreuzgängen bietet einen tollen Raum für Spiritualität und Gottesdienste. 

Festival - Thema

Das offizielle Heaven Plakat für 2018.

„Echt jetzt“ lautet das Motto des kommenden Heaven Festivals. Es leitet sich aus dem Johannes-Evangelium im Neuen Testament der Bibel ab. „Euer Herz lasst euch nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich“ sagt Jesus darin zu seinen Jüngern. So ist dieses Motto eine Chance, sich neu mit einer Welt auseinanderzusetzen, in welcher sich angesichts einer wahren Informationsflut bis hin zu Fake-News immer häufiger die Frage stellt, was heutzutage noch wirklich glaubwürdig ist.

Das Festival ist ein Mitmach-Festival von Jugendlichen für Jugendliche, d.h. ehrenamtlich Mitwirkende (Foto) übernehmen organisatorische Aufgaben und arbeiten mit beim Programm. Daneben aber haben sie auch die Gelegenheit, zeitweise an den Angeboten teilzunehmen. In 2016 waren bereits am Mittwoch vor dem Festival 100 Teamerinnen und Teamer angereist, um das Festival vorzubereiten

Das Festival der Ev. Jugend in der Nordkirche

Das Heavenfestival findet im kommenden Jahr 2018 bereits zum sechsten Mal statt.

Aus dem gesamten Bereich der Landeskirche kommen jeweils etwa 1000 Jugendliche zusammen. Das Festival ist inklusiv und partizipativ organisiert. Es findet alle zwei Jahre statt.

Im Jahr 2008 zeigte sich mit "Heaven in Husum", die Vielfalt der Ev. Jugend im Norden. In Travemünde ging es 2010 mit dem Motto "Steh auf und geh!" um die Überwindung von Barrieren zwischen Menschen mit und ohne Handicap. In Rendsburg wurde 2012 "fair-eint" unser westlicher Lebensstil und seine globalen Auswirkungen thematisiert. In Eutin stellte sich 2014 mit "Wie du willst" die Frage nach Wünschen und Träumen für die Welt, in der wir leben.

Dem jeweiligen Motto liegt immer ein Bibelwort zugrunde.

Beim Festival in 2016 ging es vom 08. bis 10. Juli, unter der Fragestellung "Alles gut?!", um das Reformationsjubiläum, um geflüchtete Menschen und um das Erwachsenwerden von Jugendlichen. Die Liste der Aktivitäten war lang und bunt. Es wurden 16 thematische Foren und 27 Workshops angeboten. Daneben gab es jede Menge Freizeitspaß. Bands auf der Bühne, Cafe´s und die Hafenlounge. Wassersportangebote wie Segeln, Kanufahren und Stand-Up Paddling. Das Nachtprogramm bot Musik auf der Open-Stage und wer mochte, war eingeladen zum gemeinsamen träumen, chillen, Erlebnisse austauschen, Stockbrot backen am Lagerfeuer oder in den Lichtergarten.

Himmelfahrtswochenende

Warum der Terminwechsel des Festivals auf das Himmelfahrtswochenende? Heaven wie bisher, kurz vor den Sommerferien war toll, es war aber immer in Konkurrenz zu Abifeiern, Stadtfesten, Großevents (Kieler Woche), Freizeitvorbereitungen. Außerdem war Heaven an einem Wochenende dann immer ganz dicht gedrängt . Eine Terminverschiebung auf Himmelfahrt bietet aus unserer Sicht viele Vorteile. Wir haben eine entspannte Anfahrt für die Gruppen am Himmelfahrtstag und mehr Zeit für Programm, Begegnung und Aktionen, weil wir mit Freitag und Samstag zwei ganze Tage haben. Der Himmelfahrtstermin hat nicht so viele Konkurrenz-Veranstaltungen, die Abiturienten haben ihre Prüfungen hinter sich und müssen sich max. auf die mündliche Prüfung vorbereiten. Allerdings kann man Mitte Mai mit einem nicht so sommerlichen Wetter rechnen, mit kälteren Nächten und nicht so warmen Tagen. Wir brauchen also einen Ort, der schon feste Gebäude bietet (Schulzentrum, Kirche , Saal, Gemeindehaus,…) sowie Übernachtungsmöglichkeiten weitgehend indoor. Da der nächste heaven Termin schon in einem Jahr ist und sich vom letzen Festival der Ort „Dominsel Ratzeburg“ bewährt hat, wollen wir das Festival wieder dort durchführen.

Echt jetzt?

„Echt jetzt?“ Beiläufig wird mit diesem Motto etwas in Frage gestellt. Das passt zum Lebensgefühl in einer Welt, in der es nicht einfach ist, sich zu orientieren. Wie komme ich in der Flut von Informationen, die im digitalen Zeitalter auf mich einströmen, zu einem eigenen Standpunkt? Wie kann ich eine kritische Urteilsfähigkeit entwickeln, um glaubwürdige von unglaubwürdigen Meinungen zu unterscheiden?

„Lasst euch nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!“

(eigene Übertragung)

Unübersichtlichkeit und Vielfalt werden durch diesen Vers nicht genommen, sie sollen nur keine Verwirrung stiften. In der Aufforderung zum Glauben an Christus sehen wir die Aufforderung, sich zu Meinungen zu positionieren. Denn davon lebt die Vielfalt, wenn deutlich wird, wofür Menschen stehen, weshalb sie glauben, worauf sie hoffen, warum sie lieben.

Bei der theologischen Entfaltung unserer biblischen Grundlage für das heaven-Festival geht es darum die Themenfelder „Glauben und Zweifel“, „Christlicher Glaube im Pluralismus“ und „Glaubwürdigkeit“ herauszuarbeiten. Es geht um einen Prozess, bei dem eigene Potenziale entwickelt werden und sich Individualität herausbildet. Kritisches Denken und freie Meinungsäußerung sind wichtige Bestandteile einer Demokratie. Wir verstehen Demokratie als ein gleichberechtigtes, freies Diskutieren und Aushandeln von gemeinsamen Entscheidungen.

„Echt jetzt?“ Auf diese zweifelnde Rückfrage antworten wir am ersten Festivaltag: „Mal angenommen…“ Die eigene Position, den eigenen Glauben im Gegenüber zu anderen Positionen entfalten wir am zweiten Tag unter dem Motto: „Und was glaubst du so?“ Abschließend nehmen wir unter der Überschrift „Glaub-würdig“ noch einmal in den Blick, welche Bedeutung Religion und Glaube im menschlichen Leben haben. Was sind die kritischen Fragen an unseren Glauben, an unserer Haltung? Wodurch wird der Glaube auch zu einer glaubwürdigen Haltung? Echt jetzt? „Lasst euch nicht verwirren, glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Das verstehen wir als Aufforderung, Freiheit, Toleranz und religiöse Vielfalt zu achten und zu fördern, ebenso gegenseitige Anerkennung, Fairness, soziale Kooperation zu gemeinsamen Zwecken und die Ermöglichung von Solidarität und Selbstverwirklichung im sozialen Kontext.