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Offen, fröhlich, positiv, dynamisch … die vier Jugendlichen, die uns auf dem „heaven“- Plakat entgegenlaufen, kommen „voll gut `rüber“ – so beschrieb eine Jugendliche ihren Eindruck. Die vier zeigen ziemlich genau, worum es beim kommenden „heaven“-Festival geht. Denn sie sind verschieden – ihre unterschiedlichen T-Shirt-Farben symbolisieren das – aber sie halten zusammen und sind in die gleiche Richtung unterwegs. Man kann sich vorstellen, dass Ihnen in ihrem Miteinander Fairness wichtig ist. Gerechtigkeit. Das sie wissen, was sie aneinander haben, sich aufeinander verlassen können. Die vier stehen für das diesjährige „heaven“-Festival-Motto „…fair-eint“!
Wie die evangelische Jugend dieses Motto mit Leben füllt, wird in Rendsburg am 8.-10 Juni erlebbar, hörbar, spürbar und sichtbar werden: fair-eint feiern Jugendliche verschiedenster Gemeinden und Einrichtungen Gottesdienste und Andachten; fair-eint wird im Klimadorf ausprobiert, was jede und jeder Einzelne zur Klimagerechtigkeit beitragen kann – da wird spannend sein, was die Gäste aus Indien dazu zu sagen haben; fair-eint wird gefeiert, gegessen … gelebt. Dabei werden Verschiedenheiten erkennbar. Das ist gut. Noch besser ist, dass es viel Raum zum Ausprobieren gibt, wie die Unterschiede füreinander eingesetzt werden können. Wie man sich ergänzen kann.
Was auf dem Plakat fehlt, ist ein Hinweis auf den biblischen Hintergrund, auf die Glaubensgrundlage, die das Festival trägt. Obwohl … eigentlich steht doch alles drauf, man muss nur ein bisschen „um die Ecke denken“:
Der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinde in Korinth (1. Korinther 12, 4-31), dass sich das Miteinander in einer Gemeinschaft mit einem Körper vergleichen lässt, der viele verschiedene Körperteile und Organe hat – die aber alle aufeinander angewiesen sind. Die Aufgaben und Fähigkeiten sind unterschiedlich, und durch die gegenseitige Ergänzung entsteht ein gutes Ganzes. Hier die Zusammenfassung und Übertragung aus 1. Korinther 12 in der heaven –Fassung:
(6+7) Wir sind verschieden, aber wir glauben an denselben Gott. Jede und jeder von uns hat unterschiedliche Begabungen, die Gott uns schenkt. Diese Fähigkeiten sollen allen in der Gemeinde helfen. (12+13) Denkt zum Vergleich an den menschlichen Körper: Er stellt eine Einheit dar, die aus vielen Teilen besteht. Trotzdem gehört alles zusammen. Genauso ist es auch mit Christus. Menschen in aller Welt sind in seinen Namen getauft und gehören deswegen zu einer Gemeinschaft. (25-27) Es darf in einem Körper nicht zu einer Spaltung kommen, sondern es soll das gemeinsame Anliegen aller Teile sein, füreinander zu sorgen. Wenn ein Teil des Körpers leidet, leiden alle anderen mit. Und wenn es einem Teil gut geht, freuen sich alle anderen mit. So soll es in eurer Gemeinschaft sein, denn ihr gehört zu Christus!
So soll es in unserer Gemeinschaft sein! Am heaven-Wochenende beispielhaft – und dann weit darüber hinaus. Eine von einer Jugendgruppe gestaltete Andacht, ist dann genauso großartig wie der Einsatz Einzelner bei der Essensausgabe; der Auftritt der Band „D-Projekt“ am Freitag trägt genausoviel zum Gelingen bei wie der Pfadfinder, der die Nachtwache auf dem Campingplatz übernommen hat; jedes Gebet, jede helfende Hand, jedes Lachen … ist wertvoll. So setzt „heaven“ Signale für globale Fairness ebenso wie für Wertschätzung im Kleinsten; für inklusives Handeln, das sich müht, niemanden auszuschließen; für echte Partizipation – und damit nicht zuletzt gegen rechtsextremes Gedankengut.
Und bei allem wird immer sichtbar werden, dass es der Glaube an den Gott des Friedens ist, der „…fair-eint“.
Jochen Schultz, Pastor im Jugendpfarramt des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg und Ansprechpartner für Gottesdienste und Andachten beim „heaven“-Festival
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